29. Mai 2022

WEISS-ROT-SCHWARZ

WEISS wie Schnee – ROT wie Blut – SCHWARZ wie Ebenholz oder
Warum der STORCH die Kinder auf die Welt bringt
Die Farben WEISS, ROT und SCHWARZ spiegeln die pure WEIBLICHKEIT wider.
So wie die Märchenfigur des Schneewittchens vereint der Storch in seiner farblichen Präsenz alle drei Farben und verkörpert damit das absolut Weibliche und Mütterliche. In dieser Farben-Trinität lassen sich ganz klar die drei Wandlungsphasen einer Frau erkennen, die schlussendlich einen Kreislauf bilden.
Das junge noch nicht geschlechtsreife Mädchen (WEISS) erblüht zur menstruierenden, gebärenden Frau und Mutter (ROT), um sich letztendlich zur weisen Alten zu wandeln, die sich in die Dunkelheit der Erde zurückzieht (SCHWARZ), um zur rechten Zeit wieder als Keimling hervorzusprießen.
Die Farbe WEISS steht für die Phase der Jungfräulichkeit, der Unfruchtbarkeit und der Unbeflecktheit (was für ein befremdliches Wort, als wäre Sexualität etwas Unreines, schöner klingt Unberührtheit). Nicht zufällig ist das Brautkleid traditionellerweise WEISS. Ganz eng mit uns Frauen verbunden ist La Luna🌝, die WEISSleuchtende Mondin, die, sofern wir mit ihr in Resonanz gehen, unseren monatlichen Zyklus sanft begleitet. In Naturvölkern, die noch in Einklang mit der Natur leben und im natürlichen Tag- und Nachtrhythmus schwingen, wird bei Vollmond der Eisprung ausgelöst, bei Neumond die Menstruation, oder auch umgekehrt. Es gibt nichts Erfüllenderes, als sich diesen Rhythmen der Natur hinzugeben.
Auch im Pflanzenreich assoziieren wir feuchtigkeitsliebende Pflanzen mit WEISSer Blüte, Rinde oder WEISSschimmernden Blättern mit der Mondin und damit mit dem Weiblichen, dem Fruchtbaren.
Schafgarbe, Taubnessel, Beifuss, Gänseblümchen, Birke oder Frauenmantel sind nur einige der Pflanzen, die bei sämtlichen aus der Balance geratenen weiblichen Vorgängen und generell bei allen Übergängen hilfreiche Wegbegleiter sein können.
Was verbindet IHR mit der Farbe ROT? ROT steht für mich für das pralle Leben, pulsierend und energisch. Wie eine Frau in der fruchtbaren Hochblüte ihres Erdendaseins. ROT ist unser Menstruationsblut, unser Lebenssaft. ROT ist die Farbe vieler Emotionen, wie der Liebe, Freude, Leidenschaft, aber auch der Aggression und des Zornes. Emotion zu empfinden bedeutet Bewegung, Fluss, letztendlich LEBEN.
Viele Pflanzen, die traditionell mit der Frau, aber auch der Sexualität in Verbindung gebracht werden, sind ROT. Die Königin unter den Blumen, die tiefROTE voll entfaltete Rose, die Mohnblume, aber auch viele rote Früchte, wie Erd- Him- und Brombeere, Apfel, Granatapfel.🍒🍎🍅🌶️🍓🍉
SCHWARZ – die Farbe des Todes, des Vergehens, des Zurückziehens. In der Farbe SCHWARZ werden alle anderen Farben absorbiert. Es ist die Farbe der Erde, woraus alles Leben entstehen kann. Das reine SCHWARZ vereint alle Chakren und entspricht wie auch das reine WEISS der Unendlichkeit, in der sich das Göttliche wiederspiegelt. Die Farbe SCHWARZ steht aber auch für das Unergründliche, Unbekannte und das Böse, das gleichzeitig ängstigt, aber auch äußerst reizvoll sein kann. (Klingt das nicht sehr weiblich🌶️)
Interessanterweise tragen viele Giftpflanzen schwarze Blüten oder Früchte. Die Tollkirsche (Atropa belladonna) oder der Schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum) sind nur zwei solch zauberhafter schwarzer saturnischer Gesellen. Erwähnenswert sind auch die Schwarzenergie des Attichs (Sambucus ebulus) oder die verruchte Kermesbeere (Phytolacca americana).
Sehen wir uns nun aber in unserer gegenwärtigen Welt um, können ernsthafte Zweifel an dieser weiß-rot-schwarzen Weiblichkeitsthese aufkommen. Blicken wir nur nach Spanien zu den kämpferischen Matadors. Kampfbereite, adrenalingeladene Männlichkeit in traditionell weiß-rot-schwarzer Kleidung. Oder zu den Amt- und Würdenträgern der katholischen Kirche, oder in die Zeit der Kaiser und Könige. Überall dort finden wir Männer in Machtpositionen in die Farben der Weiblichkeit eingehüllt. Ich bin überzeugt, euch werden noch mehr Beispiele einfallen. Sogar der Weihnachtsmann trägt einen roten Mantel mit weißem Pelzkragen und schwarzen Schuhen. Kann das Zufall sein?
Definitv NEIN! Wer mehr über diese spannenden Zusammenhänge erfahren will, dem empfehle ich die Schriften und Bücher von Kirsten Armbruster. Sie erklärt darin sehr fundiert die Entwicklung von der ursprünglichen Matrifokalität im Paläolithikum (die Frau im Zentrum einer Lebensgemeinschaft) zur patriarchalen Gesellschaftsstruktur von heute.
Übrigens ein tierisches Detail als Schlusswort:
Laut Google sind die heißbegehrten weiß-rot-schwarzen Glückskätzchen genetisch bedingt ausschließlich weiblichen Geschlechts. Wenn das kein krallenfester Beweis ist😉.
Sandra

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